Wieso Turniere?

 

Ich starte an sehr wenigen Westernturnieren pro Jahr. Der Grund dafür liegt nicht in der Schleifen- und Pokalsammlung, sondern weil es für mich eine Art Übung und Standortbestimmung ist.

Im Trail liebe ich es, das Pferd fast millimetergenau dirigieren zu können um verschiedene Hinternisse, Tore, Brücken, ....

Im Pleasure - muss ich zugeben - da haben wir wohl nie eine Chance für vordere Ränge, einfach weil es für mich nicht in Frage kommt, das Pferd so zu machen, wie es viele Richter wollen, mit der Nase am Boden mit flachen kurzen Gängen. Pleasure ist für mich die klassische Übung, dass sich meine Pferde, insbesondere Quina, im Getümmel der grossen Klassen von bis zu 12 Reiter-Pferdpaare noch formen und lenken lassen, möglichst auf feine Signale. Das ist wirklich alles und wenn ich dies erreicht habe, dann habe ich für mich schon gewonnen :-)

Im Showmanship wird ein korrektes Führen und Aufstellen verlangt, das sieht von aussen manchmal etwas komisch aus und das stolze Präsentieren ist eine Herausforderung. Aber die Korrektheit macht es hier aus und wieder einmal das feine Zusammenspiel von Pferd und Führer.

Im Horsemanship wird die Hilfengebung, möglichst fein natürlich, und die Harmonie bewertet, das macht mir auch Freude, hier ist auch die gute Aufrichtung als Versammlung zum Glück nicht unerwünscht. Ganz in meinem Sinn!

Neu gibt es das Ranch Riding - hier wird das vielseitige und durchlässige Pferd geprüft und geschätzt, von allen Sparten ein bisschen, aber völlig durchhängende Zügel oder ein übereilter Speed wird nicht erwünscht, sondern mal ruhige, mal zügigere Gangarten, mit soften Wechseln und einigen Trailhindernissen, wir lieben diese Sparte einfach, sie macht enorm Spass!

 

Sehr oft werde ich v.a. auf Quina angesprochen, weil sie auffällt mit ihrem untypischen Äusseren, und wie schön und harmonisch wir zusammen aussehen. Das ist für mich eigentlich ein grösseres Geschenk als eine gute Richterbewertung. Ich sehe es irgendwie wie eine Art Bestimmung, den Leuten zu zeigen, dass man mit einer guten Basisarbeit auch mit einem eher schwierigen Pferd (mental und mit ihrer Masse) viel bewirken und bewegen kann.

 

Danke allen, die mir ihre Freude so offen mitteilen!